Eintauchen in die Welt der iberischen Pferde...
 

...das kann man am allerbesten in Andalusien.
Keine andere Region Spaniens hat eine so eng mit den Pferden verwobene Tradition.

 

Wir stellen Ihnen die schönsten und wichtigsten Veranstaltungen vor, bei denen man Land, Leuten und den stolzen Rössern näher kommen kann. Gerne sind wir Ihnen bei der Organisation eines Besuchs behilflich (Buchung, Anreise, Programmübersetzung und -planung etc.).

 

 

 


Die Königliche Andalusische Hofreitschule (Real Escuela Andaluza de Arte Ecuestre)
in Jerez de la Frontera

Das bis heute größte und wichtigste Aushängeschild für spanische Pferde. Die Hofreitschule wurde im Jahr 1973 von Don Alvaro Domecq Diaz gegründet, seinerzeit berühmt im berittenen Stierkampf und für die familiäre Sherryproduktion. Zu einem Zeitpunkt, an dem der Reitsport als Prestige galt und der Andalusier hauptsächlich als Arbeitstier und Vorzeigeobjekt auf Ferias in Erscheinung trat, entwickelte Domecq eine Strategie, um wieder vermehrt für das spanische Pferd zu werben und dieses auch touristisch zu nutzen. Er rief die Pferdeshow „Como bailan los Caballos Andaluces“ (dt. wie die andalusischen Pferde tanzen) ins Leben. Ein vielfältiges Schaubild, bestehend aus der klassischen Dressurquadrille, Aufgaben der Doma Vaquera (spanische Hirtenreitweise), Vorführungen mit prächtigen Kutschen und vor allem die spektakulären Lektionen der Hohen Schule präsentieren, wofür das spanische Pferd so zweifellos prädestiniert ist. Mittlerweile fungiert die Hofreitschule neben ihren Showvorführungen auch als Universität für talentierte spanische Pferde und Reiter mit dem zusätzlichen Schwerpunkt der Sportreiterei. Sie ist zugleich Austragungsort verschiedener nationaler und internationaler Dressurprüfungen.

 

Aktuell kann die Showvorführung jeweils dienstags und donnerstags vormittags besucht werden.

An allen anderen Wochentagen haben Besucher die Möglichkeit, der Morgenarbeit beizuwohnen und Ställe, Klinik, Sattlerei, Sattelkammer und Kutschenmuseum zu besichtigen.

 

 


Yeguada Militar - das spanische Staatsgestüt

 

Das Militärgestüt "Yeguada Militar" hat in etwa die selbe Funktion wie in Deutschland die Landgestüte. Wurden hier ehemals Pferde für staatliche und militärische Zwecke gezüchtet, so ist aktuell die Hauptaufgabe des Gestütes, Qualitätsmerkmale der reinen spanischen Rasse zu erhalten und zu verbessern. Das Gestüt unterhält auch eine Auswahl an reinrassigen arabischen Pferden. Die Hengste sind auf verschiedene Stationen in ganz Spanien verteilt, der Hauptsitz befindet sich in Jerez de la Frontera neben dem Feriagelände. Sowohl Gestüte, als auch private Züchter können ihre Stuten von den staatlichen Hengsten decken lassen. Die Aufzucht befindet sich etwas ausserhalb von Jerez in Richtung Arcos de la Frontera. Beide Örtlichkeiten sind unter der Woche vormittags öffentlich zugänglich. 

 

Hengststation

Gestüt


Das Kartäusergestüt - Yeguada la Cartuja 

 

Das Kartäuserpferd (span. Cartujano) bezeichnet eine bestimmte Linie innerhalb der reinen spanischen Rasse. Aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte gilt sie als besonders wertvolle und reine Zuchtlinie. Ein kurzer geschichtlicher Hintergrund: Die Kartäusermönche führten im Mittelalter ein florierendes Kloster in Jerez de la Frontera (kann noch heute besichtigt werden). Vom spanischen Königshaus bekamen sie 4000 Hektar Land vermacht mit dem Auftrag ein Gestüt zu gründen. Die Mönche legten großen Wert auf die Reinzucht ihrer spanischen Pferde und missachteten dabei sogar den Wunsch des Königs nach Einkreuzung französischer Pferde Napoleons. Anfang des 19. Jahrhunderts mussten die Kartäusermönche im Zuge der Säkularisierung ihre kirchlichen Güter aufgeben und ihre Pferde an private spanische Züchter verkaufen. Die Familie Zapata erwarb den Hauptbestand mit den besten Exemplaren, 60 Stuten und 3 Hengste. Diese Pferde bildeten das Fundament des Militärgestüts Yeguada de la Cartuja – Hierro del Bocado (dt. Kartäusergestüt – Kandarenbrand) unter der Leitung von Don Pedro José Zapatero. Heute gilt das Gestüt, etwas außerhalb von Jerez de la Frontera, mit seinen über 200 Exemplaren als weltweit größte Kartäuserzucht. Eine hundertprozentige, nachweisbar lückenlose Abstammung der Kartäuserpferde kann leider nur in den wenigsten Fällen belegt werden, da kaum Originaldokumente über die Zuchtlinie existieren.

 

 Das Gestüt Yeguada de la Cartuja kann jeweils samstags vormittags besucht werden und bietet eine geführte Besichtigung mit anschließender Showeinlage an.



Feria de Sevilla - größtes Volksfest Spaniens

 

Festzelte mit Tanz und Gastronomie, traditionell gekleidete Spanier, Fahrgeschäfte für Jung und Alt, und natürlich Pferde - das ist die Feria de Abril in Sevilla. Ein Volksfest der Superlative, ein Ausnahmezustand der eine Woche andauert und mit einem grandiosen Feuerwerk verabschiedet wird. Aus Spanien und aus aller Welt reisen Besucher an um die traditionelle andalusische Küche zu genießen, in einer prachtvoll geschmückten Kutsche über die Flaniermeile zu fahren, die stolzen spanischen Hengste und ihre Reiter zu bewundern oder Seite an Seite bis in die Nacht Flamenco oder Sevillanas zu tanzen. 

15.04.2018 - 22.04.2018


Feria de Jerez - Fest der Pferde und des Flamencos

 

Stehen auf der Feria in Sevilla die Kutschen im Vordergrund, so ist die Feria de Jerez den Zucht- und Dressurprüfungen gewidmet. Ein Datum, das Liebhaber des spanischen Pferdes nicht verpassen dürfen. Namhafte Gestüte und Züchter aus der näheren und weiteren Umgebung präsentieren ihre reinrassigen spanischen (und arabischen) Hengste und Stuten in der Messehalle direkt neben dem Feriagelände, auf dem zeitgleich das Volksfest mit seinen Zelten und Fahrgeschäften stattfindet. Diese werden nach Gebäude, Bewegung und Charakter beurteilt und prämiert und messen sich dann je nach Alter in gerittenen Prüfungen. Untermalt wird das Ereignis durch verschiedene Showdarbietungen.

Auf der Promenade des Feriageländes kann man tagsüber und vor allem am Wochenende zahlreiche herausgeputzte Reiter und Kutschen bewundern, auch die spanische Hofreitschule ist vertreten. Als Stadt der Pferde kann man zu diesem Anlass in Jerez eine große Auswahl besonders schöner Rösser bewundern.

 

05.05.2018 - 13.05.2018

Turniersport

 

Über das ganze Jahr hinweg gibt es in der Provinz Cádiz verschiedene Turnierveranstaltungen in Dressur, Doma Vaquera, Alta Escuela und eines der größten internationalen Springturniere, die Sunshine-Tour in Montenmedio, Vejer de la Frontera. Sie möchten gerne während ihres Andalusienaufenthalts eine solche Veranstaltung besuchen? Fragen Sie bei uns an, wir informieren Sie ob und wann es ein interessantes Ereignis gibt.

 

A campo abierto - besuchen Sie die Finca des berühmten Stier- und Pferdezüchters Don Álvaro Domecq

 

Andalusien, wie es traditioneller nicht sein könnte. Bei der Kleinstadt Medina Sidonia, etwas im Hinterland gelegen, befindet sich die weitläufige Finca der Familie Domecq. Begründer der spanischen Hofreitschule, Weinbau, sowie qualitätsvolle Stier- und Pferdezucht, der Name Domecq steht für Kulturgut. 

Eine mitten in das offene Land gebaute Tribüne mit Showarena lädt Besucher aus aller Welt ein, die Arbeit der andalusischen Rinderhirten auf ihren speziell ausgebildeten, wendigen Pferden aus nächster Nähe zu erleben. Wenn sie Kühe und Kälber mit donnernden Hufen auf die Arena zutreiben, ist Gänsehautfeeling garantiert. Hirtenhunde, Leitochsen und Packesel gehören ebenso zu dem Spektakel, wie die wunderschön anzusehenden Zuchtstuten mit ihren Fohlen, Reitvorführungen und nicht zuletzt die Präsentation der mächtigen und stolzen Stiere. 

 

Die Vorführungen finden jeden Mittwoch und Samstag von März bis Oktober um 11:30 Uhr statt.

Es wird empfohlen vor 11 Uhr zu kommen, um den Spaziergang zur Tribüne und das typisch andalusische Landschaftsbild in Ruhe genießen zu können.

 

 

El Rocio - Pilgerwallfahrt zu Pferd in der Provinz Huelva

Über 100 religiöse Bruderschaften reisen jedes Jahr auf einem festgelegten Pilgerweg, aus ganz Spanien und z.T. aus dem Ausland, zum Wallfahrtsdorf "El Rocio" in der andalusischen Provinz Huelva. Am Samstag vor Pfingsten reiten, fahren und marschieren die Bruderschaften in El Rocío ein und passieren die Wallfahrtskirche, wo sie begrüßt werden. Es folgt ein buntes, emotionales und feierliches Beisammensein. Der Höhepunkt: Am Sonntagabend versammeln sich die Gläubigen in der Kirche und davor, um gemeinsam zu beten. Traditionell zum Sonnenaufgang - in Wirklichkeit jedoch meist gegen 2 oder 3 Uhr - wird die Jungfrauen-Statue aus der Kirche getragen und schreitet unter Dankgebeten und Fürbitten die Bruderschaften ab. Viele Gläubige versuchen, die Jungfrau oder zumindest ihr Gewand oder das Podest zu berühren, insbesondere Kranke und Alte aber auch Kinder sollen so einen besonderen Segen erhalten. Ab Dienstag reisen die Bruderschaften wieder ab um in den Heimatorten den Segen der Madonna zu überbringen.

Dieses Ereignis erfreut sich großer touristischer Beliebtheit. Es sei jedoch anzumerken, dass von Seiten des Tierschutzes jedes Jahr Proteste laut werden, da stets eine bedeutende Zahl der teilnehmenden Pferde den Strapazen des Pilgerweges nicht gewachsen sind.

❃  Anmut gepaart mit Kraft - Stärke gebändigt durch Sanftmut  ❃

Diego Ruiz Ariza und Rebecca Dörfel

Chiclana de la Frontera -Spanien
Tel. 0034 694408653, 0176 26019934 (WhatsApp), DiegoRebRuiz@gmail.com

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